Kailash
Eine Reise zum Mittelpunkt der Welt
Das Zelt ist klein und eng. Die dünne Isomatte und der Schlafsack verhindern nicht, dass ich alle Unebenheiten des Untergrundes spüre und das weiche Bett zu Hause schmerzhaft vermisse. Ich liege mal auf der linken, mal auf der rechten Seite und zur Abwechslung auch auf dem Rücken, ziehe die Beine an oder strecke sie aus und habe damit meinen Bewegungsspielraum voll ausgeschöpft. Es ist bitterkalt ... Viel ärgerlicher ist die permanente Schlaflosigkeit....Was bleibt ist grübeln, nachdenken. Ich habe Zeit, viel Zeit. Die Gedanken kreisen, wandern hin und her, wie die weißen Wolken am tiefblauen, weiten Himmel und kehren immer wieder zu einem fixen Punkt zurück - zu Tibet, dem Land meiner Träume. Nun bin ich also hier.